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6. – 13. April 2008:

Geheimnisvolle Zeichen

– eine Spurensuche in Fürth, Zeugnisse des Bombenkrieges 1943 – 45


Der Friedrich-Ebert Bunker "Im gleichen Augenblick gingen hervor Finger wie von einer Menschenhand, die schrieben gegenüber dem Leuchter auf die getünchte Wand in dem königlichen Saal. Und der König erblickte die Hand, die da schrieb." Mene mene tekel u-pharsin - man hat Dich gewogen und zu leicht befunden! "Menetekel !" - gilt der Warnruf auch für Fürth? Schriften an der Wand? Graffitis? 2007?

Und doch: sie schreien uns noch heute an, sie belästigen uns wenn wir Straßen mit alten Häusern entlanggehen, stumpfen uns ab. Kennen wir die Bedeutung der geheimnisvollen Schriften in Augenhöhe, an Hauseingängen, über Kellerfenstern? Lesen - beachten wir sie? Wer tat's dann? Und wann? Warum?

Ab dem 1. September 1939 galt der Warnruf "Menetekel1" auch den Fürthern!
An diesem Tag wurde in der Blumenstraße 5 einer der ersten öffentlichen Luftschutzräume in einem alten Felsenkeller in Betrieb genommen. Buchstaben an den Wänden: Abkürzungen und ganze Botschaften haben sich über 60 Jahre lang erhalten als (vergessene und ungeschützte) Mahnmale gegen den Krieg. Denkmäler mit der Mahnung: "Nie wieder Krieg!"

Wo:
  • im Friedrich – Ebert – Bunker, Schwandweg 1, Do/Fr 17 bis 20 Uhr,
    Sa/So 11 bis 17 Uhr, Montag und Mittwoch geschlossen,
    Extratermine für Schulklassen nach Vereinbarung: info@renate-trautwein.de.

1 Als Menetekel bezeichnet man eine unheilverkündende Warnung, einen ernsten Mahnruf oder ein Vorzeichen drohenden Unheils.


Photos: Susanne Plack
Texte: Renate Trautwein

susanne plack m.a.
geboren 1967 in nürnberg
musisches gymnasium in nürnberg, abitur 1986
studium der geographie, geologie und soziologie in erlangen studienabschluss mit magister artium (1993)
seit 1994: verkehrsplanerin in einer kleinen großstadt bei nürnberg
Autodidaktin
zahlreiche Photoausstellungen in Fürth, Würzburg, Nürnberg und Hamburg (Landschaft und Portrait)
www.susanne-plack-photographie.de